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Befreiung aus misslicher Lage

Am Montag, den 25.05.2020, wurde die Freiwillige Feuerwehr Dachau um 19.28 Uhr zu einer technischen Hilfeleistung mit dem Stichwort „Person eingeschlossen“ an das Bahnhofsgebäude beordert.
Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Mann in der Schalterhalle eingeschlossen war. Er war körperlich bei guter Gesundheit so dass keine akute Gefährdung vorlag und so „etwas“ Zeit zur Befreiung bestand.
Was war geschehen? Ein Reisegast hat bei dem Zwischenstopp am Dachauer Bahnhof das im Bahnhofsgebäude befindliche WC aufgesucht. Hierzu hat er die Schalterhalle betreten und für den Eingang ins WC 0,50 € bezahlt. Nach seiner Notdurft hat er das WC verlassen, konnte aber die zwischenzeitlich um 18:00 Uhr abgeschlossene Schalterhalle nicht mehr verlassen, daraufhin hat er den Notruf gewählt.
Nachdem kein Verantwortlicher erreicht wurde, inspizierten die Einsatzkräfte das Gebäude genau und fanden dabei eine relativ gewaltfreie Zutrittsmöglichkeit über ein gekipptes WC Fenster.
Der Mann konnte das nur kippfähige Fenster von innen jedoch nicht mehr erreichen da sich dieses in der Toilettenkabine befand und er keine 0,50 € Münze mehr besaß um die WC-Türe von der Schalterhalle aus zu öffnen.
Aber auch hierfür fanden die Einsatzkräfte eine Lösung. Ein schlanker, sportlicher Feuerwehrmann stieg über eine Steckleiter hoch zu dem kleinen Fenster und quetschte sich hindurch und hangelte sich nach unten ins WC. Nachdem der Feuerwehrmann die Toilettentür von innen geöffnet hatte, folgte der ebenso sportliche Mann seinem Retter über denselben Weg nach außen wo ihnen die restlichen Kameraden beim „Kopfüber“ Abstieg behilflich waren.
Sichtlich erleichtert bedankte sich der junge Mann bei der Feuerwehrmannschaft und verabschiedete sich freundlich. Nachdem das Fenster wieder gekippt und das Material im Einsatzfahrzeug verstaut war, rückten die Feuerwehrleute eine halbe Stunde nach dem Alarm wieder ab.





Veröffentlicht am 25.05.2020