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Gefahrstoffaustritt bei der Müllabfuhr

Zu einem unerwarteten Zwischenfall ist es bei der Müllabfuhr am Donnerstagvormittag (17.10.2019) gegen 9.30 Uhr in Karlsfeld gekommen. Während der Tonnenentleerung in der Schillerstraße ertönte plötzlich ein lauter Knall samt Rauchentwicklung aus dem Müllfahrzeug, eine undefinierbare Flüssigkeit ist daraufhin aus der Mülltrommel gespritzt und hat einen Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens getroffen.
Beim Versuch die Flüssigkeit mit Wasser zu entfernen entfaltete der Stoff eine ätzende Wirkung, der Verletzte musste vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung ins Klinikum München-Schwabing verbracht werden – ebenso wie der Fahrer des Müllfahrzeugs, der über eine Reizung der Atemwege klagte.
Da der ausgetretene Gefahrstoff nicht definiert werden konnte, wurden zusätzlich zur Ortsfeuerwehr Kräfte aus den Feuerwehren Dachau und Indersdorf mit Gefahrgut- und Messausrüstung alarmiert.
Ein Trupp unter Chemikalienschutzkleidung und Atemschutz konnte bei der Erkundung eine Säure feststellen, eine genaue Stoffdefinition war jedoch nach der Auswertung von weiteren Messproben nicht möglich.
Schließlich wurde die Mülltrommel des Fahrzeugs abgedichtet und dieses unter Begleitung eines Löschfahrzeugs der Feuerwehr Karlsfeld sowie der Polizei zur Müllentsorgungsanlage nach Geiselbullach gelotst, wo der Mülllaster nach vorheriger Absprache entleert und der Inhalt fachgerecht entsorgt wurde.
Gegen 12.45 Uhr konnten die Rettungskräfte die Schadensstelle in Karlsfeld verlassen und wieder in ihre Standorte einrücken.
Insgesamt waren 40 Kräfte von Polizei und Rettungsdienst sowie den Feuerwehren Karlsfeld, Dachau und Indersdorf im Einsatz – unterstützt wurden sie von Personal der Kreisbrandinspektion sowie der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL).
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Veröffentlicht am 26.10.2019